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Erinnerungsbuch

  • 15. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Juni


Warum nicht wieder einmal analog Erinnerungen sammeln, also Erinnerungen, die man anfassen und einsortieren kann. Und zwar so, dass sie am Ende wie Bücher ins Regal gestellt werden können.


Du nimmst dazu ein Buch, und zwar eine Hardcover-Ausgabe. Es gibt gute Gründe, nicht jedes Buch in irgend ein Brockenhaus zu stellen oder sonstwem zu verschenken, wenn man es nicht mehr haben möchte. Die Meinungen gehen da auseinander, ich weiss. Wer auch keine Skrupel hat, wie ich, wird entdecken, dass viele Bücher unter dem Umschlag richtig richtig schön sind. Und: der Buchdeckel, den du verwendest, ist bereits ein Erinnerungsstück.


Du nimmst also ein Buch und trennst vorsichtig sämtliche Seiten raus. Das kann besser oder schlechter gelingen. Am besten nimmst du einen Cutter und trennst hinten und vorne die Buchseiten von den Seiten, die am Deckel befestigt sind, ab.



Sollte dein Buch vorne mit grosser Schrift bedruckt sein oder die Leine bzw. das Papier zum Beispiel vergilbt oder in unpassender Farbe, wäre auch die Aussenseite (stellenweise) zu bekleben. Ich habe mich entschieden, das Buch aussen genau so zu belassen, wie es ist - inklusive dem Buchtitel. Innen sieht es nun so aus:



Wie du auf dem Bild sehen kannst: die Erinnerungen bzw. die Papierblätter werden (am besten mit einem Locher) gelocht und auf zwei Schrauben mit Muttern einsortiert. Das sieht von Nahem so aus:



Wenn du möchtest, kannst du noch anschreiben, wofür das Buch gedacht ist. So beispielsweise:




Ich finde, Erinnerungen, die man ausschneiden, einkleben oder in Sichtmäppchen stecken kann, eine super Sache. Zum einen macht es richtig Freude, unterwegs nach kleinen Sachen Ausschau zu halten oder spontan etwas zu finden, das man aufbewahren möchte. Das können viele verschiedene Dinge sein, die einen später sehr lebhaft an Orte und schöne Momente erinnern werden.


Du kannst das Innenleben deines Buches auch gestalten. Also zum Beispiel in Herzform ein Stück des Ortsplanes ausschneiden, an dem du deine Ferien verbringst, und auf eine lokale Zeitung aufkleben. Von der Weinettikette, Sand, Deckel eines Zündholzbriefchens über eine Postkarte bis hin zu einem Fetzen eines coolen Papier-Tischsets kann das alles sein. - Je öfter du es machst, desto findiger wirst du.


Zuhause dann machst du aus deinen Schätzen Collagenseiten oder klebst die Sachen und Sächelchen auf einen Halbkarton, lochen, einsortieren und ab ins Regal.


Ich habe noch eine andere Idee für ein Erinnerungsbuch, falls dich ein richtiges Buch reut oder du keines zur Hand hast.


Es gibt Verpackungsschachteln von Lebensmitteln, die sind recht stabil. Da schneidest du einfach alle Seiten weg bis auf eine, die dann den Buchrücken abgibt:



Hier habe ich mich entschieden, nur die Aussenseite zu bekleben und den grauen Karton der Innenseite zu belassen. Es sieht so aus:




Du kannst wieder zwei Schrauben mit Muttern anbringen, es ginge aber auch lediglich ein Draht. Sofern du nicht schwere Dinge im Buch aufbewahren möchtest. Sonst definitiv die Schrauben verwenden.




Die Schrauben oder der Draht könnten auch seitlich angebracht werden, so dass man wie in einem Buch blättern kann. Je nach Grösse des Buches geht das prima. Bei kleineren Büchern lässt es sich allerdings schöner blättern, wenn Schrauben oder Draht oben angemacht werden.


Du kannst mit Karton und dem Schraubenprinzip auch Notiz-Blöcke in beliebiger Grösse machen. Es gibt auch sehr kleine, feine Schrauben mit Muttern. Den Karton mit schönem Papier verziert, wäre das doch ein süsses Geschenk.


Ich finde, die Bücher öffnen einem ein recht weites Feld - inhaltlich und/oder gestalterisch. In diesem Sinne: Viel Vergnügen beim Umsetzen deiner Ideen.


Wie immer: wenn du mir was zeigen möchtest, ich bin immer interessiert: Mail an mich. Auch wenn du Fragen hast, kannst mir gern schreiben.










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